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Besuche junger Menschen
in Auschwitz-Birkenau

 

 

Teilnehmer
Belgium Mikaël Dreesen, Véronique Lebacq,
Claude Remacle, Gill Venturelli
Deutschland Oliver Geremia Cioffo, Manuela Greifzu,
Halise Özbey, Monika Schween
Frankreich Esther-Guylaine Abdelaziz, Mathieu 'DFOR' Deodat,
Christophe Marcheteau
Luxemburg Nicolas Anen, Frenz Biver, Melanie Noesen
Niederlande Judith Becker, Daniel Blocq, Marieke Brouwer,
Gerry Faber, Nienke Ledegang, Anke Oude Brunink
Österreich Claudia Irrmann, Albert Kropf, Astrid Kunze,
Sonja Mittermayr, Herta Neiss, Andreas Neiss
Polen Tomek Laweczka, Sabina Stec, Wojtek
Stupnicki, Pawel Wawrzuta, Elzbieta Wezner

 

 


Besuch in Auschwitz 1994 mit einer Studentengruppe der Universität Linz.
Ich studiere Geschichte an der Universität Wien und ich bin seit 1993 aktiv für die Organisation 'Jugend gegen Rassismus in Europe' und imEuropa' und in dem 'Komitee für eine ArbeiterInnen-Internationale'.

Albert Kropf
Österreich, 29 Jahre

Ich habe an einem 'geschichtsträchtigen' Tag, dendem 12. Februar maturiert. Vor 63 Jahren brach an diesem Tag in Österreich der Bürgerkrieg aus, in dem sich SozialistInnen und KommunistInnen gegen das faschistische Regime erhoben. Viele von Ihnen landeten in Folge in den Konzentrationslagern ­ darunter auch Auschwitz. Mein Besuch bestärkte mich in meiner Überzeugung, dass es notwendig ist, Rassismus, Sexismus, Faschismus und Rechtsextremismus vom Beginvon Beginn an zu bekämpfen.


 

Besuch in Auschwitz 1995 mit einer Schülergruppe, organisiert von Denise Holstein, der einzigen Überlebenden der während der Razzia vom 15. Januar 1943 in Rouen verhafteten Juden.
Obwohl mir mein Studium der Geschichte und Kunstgeschichte wenig Zeit lässt, hoffe ich, auf eine bescheidene Art im Rahmen meiner Mitarbeit an der von Frau Holstein gegründeten Organisation 'N'oubliez pas les enfants d'Auschwitz' meine Pflicht des Erinnerns erfüllen zu können.

Christophe Marcheteau
Frankreich, 19 Jahre

Diese Reise zum Zentrum des Unerträglichen und des menschlichen Wahnsinns zu einem Zeitpunkt zu unternehmen, an dem man die Kindheit gerade hinter sich gelassen hat, ermöglichte mir einen großen Schritt in Richtung einer reiferen Persönlichkeit und einer kritischeren Einstellung gegenüber alltäglichen Problemen. Bei der heutigen Informationsflut wird unsere Gesellschaft Tag für Tag mit Bildern der Gewalt überschwemmt, was zu einer Form der Gewöhnung und letztlich zu Gleichgültigkeit führen könnte. Stattdessen sollten diese Bilder uns abstoßen und uns zum Handeln bewegen.


Besuch in Auschwitz 1997 mit der Fondation Auschwitz.
Im Augenblick studiere ich Psychologie und Pädagogik an der Katholischen Universität von Louvain-la-Neuve. Meine Zukunft liegt möglicherweise in der Kriminologie.

Claude Remacle
Belgien, 20 Jahre

Ich war schockiert, zu sehen, was die Konzentrationslager wirklich gewesen sind. Dies ließ mich darüber nachdenken, was tagtäglich in meinem unmittelbaren Umfeld und überall auf der Welt passiert... ich bekam Angst! Denn überall deuten selbst die kleinsten Anzeichen darauf hin, dass wir uns jederzeit in den selben Abgrund rutschen können. Intoleranz und die Furcht vor dem Anderen sind nur einfache Worte, aber sie transportieren grausame Assoziationen und schreckliche Konsequenzen.


 

 

Besuch in Auschwitz 1994 mit einer Studentengruppe der Universität Linz.
Ich bin stellvertretende Leiterin der Logistikabteilung eines Handelsunternehmens. Ich möchte beruflich so erfolgreich sein, um einerseits in einem Unternehmen etwas bewirken zu können, dabei aber nicht meine menschliche Seite zu verlieren und andererseits meine persönliche Lebensqualität nicht zu beschränken und meine Ideale zu verraten.

Claudia Irrmann
Österreich, 33 Jahre

Ich habe versucht, in Gesprächen mit Freunden und Bekannten die in Auschwitz gewonnenen Eindrücke und Beklemmungen zu verarbeiten. Durch den Auschwitz-Besuch, aber auch durch die Auseinandersetzung mit anderen Menschen erkannte ich meine eigenen Vorurteile und Ängste. Meine Erkenntnis aus den Erlebnissen während und nach der Exkursion ist, immer wenn ich zu vorschnellen Vorurteilen neige, mir diesen Besuch in Erinnerung zu rufen und damit nicht der Versuchung des einfachen Weges auf Kosten anderer zu erliegen.


 

 

Besuch in Auschwitz 1995 mit dem Nederlands Auschwitz Comité.
Ich hoffe, sowohl in meinem privaten wie auch beruflichen Leben genügend Herausforderungen zu finden, um meine Fähigkeiten voll entwickeln zu können und so einen positiven Beitrag zur internationalen Gemeinschaft leisten zu können.

Daniel Blocq
Niederlande, 21 Jahre

Sich konfrontieren und die Ereignisse in den Zusammenhang stellen: Ein Buch erzählt jedem Leser eine andere Geschichte. Jeder Mensch hat seine eigene Phantasie. Jede Interpretation, jede bildliche Vorstellung ist anders. Ein Buch über Auschwitz zu lesen fordert die Vorstellungskraft heraus. Ein Besuch der Gedenkstätte selbst überlässt nichts der Vorstellungskraft: Es ist eine Konfrontation mit der Realität, Interpretation ist nicht länger möglich: Die einzig verbleibende Möglichkeit ist, alles andere ins richtige Verhältnis zu setzen.


 

 

Besuch in Auschwitz 1998 mit der Organisation 'N'oubliez pas les enfants d'Auschwitz', gegründet von Denise Holstein und Françoise Bottois.
Ich empfinde eine große Leidenschaft für das Leben, für Freiheit und Gerechtigkeit. Ich liebe Geigespielen, Zeichnen und Lesen... Später möchte ich gern Chirurgin werden, der Organisation 'Médecins du Monde' beitreten und um die Welt reisen, um den Benachteiligten zu helfen.

Esther-Guylaine Abdelaziz
Frankreich, 15 Jahre

Ich bin froh, dass ich in einem freien und multikulturellen Land lebe. Ich bin stolz auf die kulturelle Mischung, aus der ich hervorgegangen bin, weil sie mich bereichert und mir eine offene Sicht der Welt ermöglicht. Leider gibt es nach wie vor Politiker mit schlechten Absichten, die dieses Gleichgewicht stören und ihre historische Amnesie dazu nutzen, alte Ideologien wieder auszugraben. Es macht mich traurig, dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Terminologie von ethnischer Säuberung und Faschismus, von Leichenfeldern, von (geschichtlicher) Verleugnung und Ungerechtigkeit wieder salonfähig wird.


 

 

Besuch in Auschwitz 1999 mit einer Schülergruppe von mehreren Oberschulen, begleitet vom Minister für Zusammenarbeit, Charles Goerens.
Ich möchte Architektur studieren, um das menschliche Umfeld lebenswerter zu machen.

Frenz Biver
Luxemburg, 16 Jahre

Als ich Auschwitz sah, begriff ich zum ersten Mal den ganzen Umfang des Grauens der Hinrichtungen in den Gaskammern. Durch die Erzählungen der Überlebenden erkannte ich, was die Folgen des Rassismus sind, der immer noch in unseren Ländern existiert. Dies ist die dunkle Seite der menschlichen Seele, die ich gerne bekämpfen würde.


 

 

Besuch in Auschwitz 1995 mit dem Nederlands Auschwitz Comité.
Ich studiere Militärgeschichte. Meine Zukunft sehe ich bei der Marine. Ich hoffe, dass ich dort als Offizier im Rahmen der NATO und der UNO meinen eigenen Beitrag zu Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit leisten kann.

Gerry Faber
Niederlande, 21 Jahre

Der Besuch in Auschwitz stellte einen Bruch in meinem Leben dar. Bisher hatte es nur ein 'Ich' gegeben, und jetzt gibt es zwei: das 'Ich' vor der Reise und das 'Ich' nach der Reise. Der Besuch ist für mich nach wie vor jeden Tag eine Quelle der Erinnerung, die nicht nur mit Schmerz und Trauer, sondern auch mit Hoffnung, Freundschaft, Liebe und Solidarität verbunden ist.


 

 

Besuch in Auschwitz 1999 mit der Fondation Auschwitz.
Ich möchte Geschichtslehrer für die jungen Menschen von morgen werden. Ich bin mir sicher, dass die Zukunft einige Überraschungen für mich bereit hält. Soll sie kommen!

Gill Venturelli
Belgien, 20 Jahre

Die Geister waren dort allgegenwärtig. DieSie weinten mit unseren Augen und empfanden mit unseren Herzen den Zorn. Unser Blut nimmt diese Wut auf und hinterlässt ihre Spuren im ganzen Körper. Sie schreit vor Hilflosigkeit, weil sie nicht sprechen oder handeln kann. Unsere Brust ist nicht groß genug, um so viel Leid aufzunehmen. Dieses Leid, das aus der Erde und aus den Mauern hervorsteigt, hängt in der Luft, die wir atmen.

(Auszug)


 

Besuch in Auschwitz 1999 mit einer gemischten polnisch-deutschen Gruppe von Berufsschülern aus Bielsko-Biala und Auszubildenden der Volkswagen Coaching.
Ich bin Auszubildende bei Volkswagen. Ich gehe mit offenen Augen durch alle Tagen.

Halise Özbey
Deutschland, 21 Jahre

Als mich meine Kollegen von Volkswagen fragten, warum ich als Türkin nach Auschwitz fahren wolle, antwortete ich: Ich lebe in Deutschland. Ich will davon wissen. Später, in Auschwitz selbst, habe ich gemerkt: MitliedMitleid und Erinnerung haben keine Nationalität: Alle empfanden Schmerz.


 

 

Besuch in Auschwitz 1994 mit einer Studentengruppe der Universität Linz.
Ich bin Betriebswirtschaftlerin und arbeite als Dozentin am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Johannes Kepler Universität in Linz.

Herta Neiss
Österreich, 32 Jahre

Die Bitte eines ehemaligen Häftlings des KL Auschwitz, sein Schicksal und das seiner Leidensgenossen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, ist mir zu einem persönlichen Auftrag geworden. Insbesondere in Zeiten, in denen es für manche bereits wieder salonfähig geworden ist, das Dritte Reich in verharmlosenden Worten zu schildern, sehe ich meine Aufgabe darin, die wissenschaftlich erwiesenen Fakten an meine Studenten weiterzugeben. Aus diesem Grund ist der Besuch eines Konzentrationslagers ein wesentlicher Teil meines Seminarprogramms.


 

 

 

Besuch in Auschwitz 1995 mit dem Nederlands Auschwitz Comité.
Im Augenblick studiere ich für ein HEAO-Diplom in Betriebswirtschaft. Später würde ich gerne einen Beitrag zum Wohl von Kindern leisten, zum Beispiel durch eine Arbeit im Finanzmanagement für eine gemeinnützige Organisation wie Unicef.

Marieke Brouwer
Niederlande, 21 Jahre

Bei Gelegenheit tausche ich noch immer meine Erfahrungen mit anderen aus. Vorher hatte ich nie wirklich über die Grenzen meines sicheren kleinen Lebens hinausgesehen. Ich betrachtete meine liebevolle Umgebung als eine Selbstverständlichkeit und führte ein sorgenfreies Dasein. Während der Reise habe ich Menschen kennen gelernt, die ungeheuren Schmerz erlitten haben, und dies hat mich tief beeindruckt. Ich mache mir jetzt schneller Gedanken über das Schicksal anderer. Ich versuche, meinen Beitrag für eine 'bessere Welt' zu leisten. Dies muss nicht unbedingt in großem Maßstab geschehen. Man kann auch ganz nah bei sich zuhause anfangen. Wir leben nicht allein auf dieser Welt, und Leid kann jeden von uns treffen.


 

 

Besuch in Auschwitz 1998 mit Rosa Goldstein, einer Überlebenden, zur Eröffnung der Erweiterung der Jugendbegegnungsstätte.
Guadeloupe, Bretagne, England, Deutschland. Überall Familie.
Hip Hop, die Welt, für die ich stehe, und vor allem die Nächte, die mir gehören!

Mathieu 'DFOR' Deodat
Frankreich, 18 Jahre

Dieser Ort macht mir Angst ­ Angst vor Menschen, Angst vor Politik...
Aber wir sollten nicht nur die Hauptakteure anklagen, sondern auch all jene Männer und Frauen, die ihnen blind gefolgt sind. Wir müssen Rassismus, Antisemitismus, Ungerechtigkeit und Unterdrückung verurteilen, wo auch immer wir ihnen begegnen. Das dritte Jahrtausend ist unsere Chance, zu verhindern, dass wir diesen Fehler noch einmal begehen.


 

 

Besuch in Auschwitz 1999 mit einer Schülergruppe von mehreren Oberschulen, begleitet vom Minister Charles Goerens.
Ich empfinde es als sehr wichtig, nicht nur auf mein Eigenwohl bedacht zu sein, sondern meine Vorstellung von einer idealen Gesellschaft in dieselbe einfliessen zu lassen und zusammen mit anderen Menschen zu versuchen, unser Umfeld in dem Sinne zu verändern.

Melanie Noesen
Luxemburg, 17 Jahre

Die Berge von Haarbüscheln, Brillen und Schuhen der Opfer hinter Glasvitrinen lassen mich heute noch mit Wut auf rechtsradikale Äußerungen reagieren. Welche Missachtung und welche Dreistigkeit kommt angesichts dieser stille Zeugnisse des Grauen zum Ausdruck, wenn ein Mann, wie der österreichische Politiker Haider von Angehörigen der Waffen-SS von 'aufrechte als von 'aufrechten Männern' spricht, die Arbeitspolitik des national-sozialistischen Regimes lobt und AusländerInnen pauschal als kriminelle Parasiten darstellt.


 

 

Besuch in Auschwitz 1999 mit einer gemischten polnisch-deutschen Gruppe von Berufsschülern aus Bielsko-Biala und Auszubildenden der Volkswagen Coaching.
Ich mache eine Ausbildung bei Volkswagen im Bereich Bürokommunikation. Menschen und ihre Fragen und Probleme haben mich schon immer interessiert. Dewegen angagiere Deswegen engagiere ich mich zur Zeit bei der Jugendvertretung innerhalb unserer Werkes.

Monika Schween
Deutschland, 22 Jahre

Seit der Teilnahme an dem Jugendaustausch in Oswiecim, ist meine Interesse an diesem Teil der deutschen Geschichte noch grösser geworden.
Aus Vorurteilen, die man gegenüber den polnischen Jugendlichen hatte, sind Freundschaften geworden. Hoffentlich bleiben sie bestehen.


 

 

Besuch in Auschwitz 1999 mit einer Schülergruppe von mehreren Oberschulen, begleitet vom Minister für Zusammenarbeit, Charles Goerens.
In meiner Freizeit spiele ich Basketball und ich bin ein Fan von Videospielen. Was mich sehr beeindruckt hat, waren die Berichte der Überlebenden, die uns dank ihrer Spontaneität und Offenheit sowohl ihre persönlichen Geschichten als auch dieses schwierige Thema als solches nahe bringen konnten.

Nicolas Anen
Luxemburg, 16 Jahre

Was ich am meisten an ihnen bewundere, ist der Mut, den sie zeigen, indem sie an diese schrecklichen Orte zurückkehren, an denen sie so viel erleiden mussten. Durch sie wurden wir davor gewarnt, uns durch Bewegungen beeinflussen zu lassen, deren Philosophie auf dem Ausschluss des 'Anderen' basiert, und sie zeigten uns, dass es möglich ist, gegen den Strom zu schwimmen. Ich hoffe, dass ich diesen Mut auch in mir selbst finde, um ein waches Auge auf das Aufkeimen von Rechtextremismus zu haben, und dann die eigene Kraft zu besitzen, mich dagegen aufzulehnen.


 

 

Besuch in Auschwitz 1995 mit dem Nederlands Auschwitz Comité.
Soweit ich meine Zukunft durch meine eigenen Entscheidungen bestimmen kann, entscheide ich mich für ein Leben in Gesundheit, Freundschaft und Freiheit, mit der Suche nach Herausforderungen und persönlicher Weiterentwicklung als Hauptziel.

Nienke Ledegang
Niederlande, 21 Jahre

Wie erklärt man etwas, für das es keine Worte gibt? Seit meinem Besuch in Auschwitz hatte ich immer wieder mit dieser Frage zu kämpfen. Das Verlangen danach, davon zu erzählen und vor den Schrecken zu warnen, ist sehr stark, aber die Worte scheinen unangemessen und Klischees drängen sich auf. Schweigen oder bezeugen: Diese Entscheidung hat sich als schwerer erwiesen, als ich erwartet hatte.


 

 

Besuch in Auschwitz 1999 mit einer gemischten polnisch-deutschen Gruppe von Berufsschülern aus Bielsko-Biala und Auszubildenden der Volkswagen Coaching.
Ich lerne als Mechaniker bei Volkswagen. Italien und Deutschland ­ beide Länder sind in mir zu Hause. Natürlich mag ich Autos, aber Liebe, das ist meine Freundin und alle Farben.

Oliver Geremia Cioffo
Deutschland, 24 Jahre

Ich war dort.
Ich bin traurig und wütend wegen all der Leute, die den Holocaust ableugnen oder sich nicht für diese Geschichte interessieren.
Das Leben eines jeden verändert sich ,wenn er einmal in Auschwitz war.
Ich habe viel gemalt.


 

 

Besuch in Auschwitz 1999 mit einer gemischten polnisch-deutschen Gruppe von Berufsschülern aus Bielsko-Biala und Auszubildenden der Volkswagen Coaching.
Ich plane ein Studium der sozialen Rehabilitation für Jugendliche. Ich nehme vom Leben alles, was zu nehmen ist.

Pawel Wawrzuta
Polen, 20 Jahre

Es war für uns ­ Polen und Deutsche ­ ein einzigartiges Erlebnis, den Opfern nach so vielen und doch so wenigen Jahren auf diese bescheidene Art Tribut zu zollen. Auf dem Gelände in Birkenau legten wir einige Wege frei, die von Zeit und Natur überwuchert worden waren, und wir brachten Spuren ans Tageslicht zurück, die die Häftlinge einst hinterlassen hatten.


 

 

Besuch in Auschwitz 1999 mit einer gemischten polnisch-deutschen Gruppe von Berufsschülern aus Bielsko-Biala und Auszubildenden der Volkswagen Coaching.
Ich möchte an der technischen Fachhochschule studieren. Ich liebe das Leben.

Sabina Stec
Polen, 19 Jahre

Der Krieg ist vorbei, aber in Auschwitz flehen uns die Bäume, die Blumen und die Vögel an, nicht zu vergessen. Wir legen die alten Wege im Lager frei, aber wir schaffen nicht nur die Erde fort, wir entdecken auch die Menschen.


Besuch in Auschwitz 1999 mit einer gemischten polnisch-deutschen Gruppe von Berufsschülern aus Bielsko-Biala und Auszubildenden der Volkswagen Coaching.
Ich möchte an der technischen Fachhochschule studieren. Ich interessiere mich für Pferdekutschen.

Tomek Laweczka
Polen, 20 Jahre

Auschwitz war unter anderem die Folge von Vorurteilen. Plötzlich wurden mir die Vorurteile bewusst, die ich selbst mit mir herumtrage. Wenn man sich auf das beschränkt, was man bereits weiß, kommt man nicht weit.


 

 

Besuch in Auschwitz 1997 mit der Fondation Auschwitz.
Ich studiere Rechtswissenschaften an der Université Libre de Bruxelles. Ich möchte mich auf Wirtschaftsrecht spezialisieren.

Véronique Lebacq
Belgien, 20 Jahre

Als ich aus Auschwitz zurückkam, hatte ich dort einen Teil meiner 17 Jahre der Sorglosigkeit zurückgelassen: meine Sicht der Menschheit war reifer geworden. Die unmenschliche Grausamkeit war für mich wesentlich konkreter geworden. Was mich aber am meisten beeindruckte, war die Erkenntnis, dass der unglaubliche Mut der Männer und Frauen, die dieser Grausamkeit ausgesetzt waren, eine Grundvoraussetzung für das Leben ist.

Teilnehmer
Belgium Mikaël Dreesen, Véronique Lebacq,
Claude Remacle, Gill Venturelli
Deutschland Oliver Geremia Cioffo, Manuela Greifzu,
Halise Özbey, Monika Schween
Frankreich Esther-Guylaine Abdelaziz, Mathieu 'DFOR' Deodat,
Christophe Marcheteau
Luxemburg Nicolas Anen, Frenz Biver, Melanie Noesen
Niederlande Judith Becker, Daniel Blocq, Marieke Brouwer,
Gerry Faber, Nienke Ledegang, Anke Oude Brunink
Österreich Claudia Irrmann, Albert Kropf, Astrid Kunze,
Sonja Mittermayr, Herta Neiss, Andreas Neiss
Polen Tomek Laweczka, Sabina Stec, Wojtek
Stupnicki, Pawel Wawrzuta, Elzbieta Wezner

 


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