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Besuche junger Menschen
in Auschwitz-Birkenau


Ziel der Ausstellung ist es, zu zeigen, was junge Menschen bei einem Besuch des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau lernen können. Die in der Ausstellung vorgestellten jungen Menschen aus Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden und Polen besuchten Auschwitz-Birkenau erst kürzlich oder schon vor etlicher Zeit.

Bisher wurden keine akademischen Studien über die Auswirkungen der schulischen Ausbildung zum Thema Zweiter Weltkrieg oder der Shoah durchgeführt. Diese 22 jungen Menschen schildern jedoch auf beeindruckende und positive Weise, welche langfristigen Wirkungen dieser Besuch in ihnen hervorgerufen hat. Mit ihren Aussagen sind sie repräsentativ für viele, viele andere.

Sie erzählen von dieser Reise als einem Erlebnis, das ihre Einstellung zum Leben im Allgemeinen und zu politischen und moralischen Fragen im Besonderen geprägt und verändert hat. Die Bedeutung der Begleitung durch Überlebende des Lagers kann nicht genug hervorgehoben werden.


Österreichische Gruppe in Birkenau, 1994

Da das letzte Jahrzehnt angebrochen ist, in dem es Überlebenden des Lagers praktisch möglich sein wird, diese Reisen zu unternehmen und ihre Erfahrungen jungen Menschen direkt zu vermitteln, ist es von großer Wichtigkeit, die Möglichkeiten einer Unterstützung und Koordinierung dieser Reisen auf europäischer Ebene zu diskutieren. Die Kapazitäten für die Entwicklung weiterer effektiver Programme auf verschiedenen Bildungsebenen sowie für die Planung und Realisierung von Lagerbesuchen durch multi-nationale Gruppen sind vorhanden.

Besuche junger Menschen in Auschwitz-Birkenau haben im Allgemeinen immer eine große Wirkung. Sie stellen ein hervorragendes Werkzeug für eine langfristige Bekämpfung von Vorurteilen und Rassismus dar, von dem jedoch bisher nicht ausreichend Gebrauch gemacht wurde.

Der Inhalt dieser Ausstellung stammt von den jungen Menschen selbst. Wir baten die Teilnehmer, sich mit den von uns zur Verfügung gestellten Einwegkameras von Freunden fotografieren zu lassen. Jeder Teilnehmer schrieb einen Text, in dem er/sie sich vorstellt, sowie einen Text, indem er/sie schildert, welche Wirkung der Besuch in Auschwitz-Birkenau auf sie hatte. Die in der Ausstellung präsentierten Texte sind in der jeweiligen Originalsprache. Eine deutsche Übersetzung findet sich in dieser Broschüre. Die einzigen Veränderungen der Texte wurden zum Zweck der Verkürzung vorgenommen oder ergaben sich aus Problemen bei der Übersetzung.


Belgische Gruppe in Auschwitz, 1991

 

Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau

500.000 Besucher aus 35 verschiedenen Ländern besuchen das Museum pro Jahr, wobei es sich bei den meisten um junge Menschen handelt.

Aufgabe des Museums ist die Erhaltung und Pflege des Lagers sowie der Artefakte, die als stumme Zeugen für die Massenvernichtung geblieben sind.

Die Geschichte von Auschwitz wird durch Führungen wie auch anhand von wissenschaftlichen Veröffentlichungen vermittelt.

Das Museum arbeitet eng mit Yad Vashem in Jerusalem und mit dem United States Holocaust Memorial Museum in Washington zusammen.

Das Museum legt großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Überlebenden des Lagers aus vielen Ländern, deren persönliche Erfahrungen und Erinnerungen ein wesentliches Element der Geschichte von Auschwitz darstellen.


Französische Gruppe in Auschwitz, 1997

 

Die Internationale Jugendbegegnungsstätte Oswiecim/Auschwitz

Die Internationale Jugendbegegnungsstätte wurde 1986 auf Initiative der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste und der Stadt Oswiecim erbaut: Menschen engagierten sich, die am polnisch-deutschen Versöhnungsprozess und dem Dialog zwischen Christen und Juden beteiligt waren.

Heute treffen sich junge Menschen verschiedener Nationalitäten in der Begegnungsstätte, besuchen Auschwitz-Birkenau, sprechen mit Überlebenden des Lagers und diskutieren Themen wie Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Toleranz. Die Begegnungsstätte soll ein Ort sein, an dem kulturelle, religiöse und sprachliche Barrieren sowie Vorurteile überwunden werden können und Raum für Dialog und Besinnung geboten wird.

Die Internationale Jugendbegegnungsstätte arbeitet eng mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau zusammen. Seit 1986 haben 1650 Gruppen aus vielen europäischen Ländern die Begegnungsstätte besucht.

Das Haus wurde 1998 erweitert. Heute bietet es 100 Gästen Platz.


Polnisch-Deutsche Gruppe in Birkenau, 1997

 

Das Internationale Auschwitz Komitee
Australien Italien Slowakei
Belgien Luxemburg Slowenien
Deutschland Niederlande Tschechische Republik
Frankreich Österreich Ukraine
Griechenland Polen Ungarn
Israel Russland USA
  Rumänien  

Das Internationale Auschwitz Komitee wurde 1952 von Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau mit verschiedenen Zielsetzungen gegründet:


Gruppe aus Luxemburg in Birkenau, 1997

Vor dem Hintergrund des vermehrten Aufkommens von Diskri-minierung, Rassismus und Antisemitismus und insbesondere der wachsenden Verleugnung dessen, was in Auschwitz passierte, wurde auf der Generalversammlung von 1992 entschieden, allen Organisationen, die aktiv daran arbeiten, 'Auschwitz' eine wichtige Position in der moralischen und politischen Debatte und in der Ausbildung jüngerer Generationen zu sichern, die Möglichkeit einer Mitgliedschaft im IAK zu eröffnen. Gleichzeitig wurde der Vorstand, der bis dahin aus Überlebenden des Lagers bestand, um jüngere Mitglieder erweitert. Heute sind viele Organisationen aus 19 verschiedenen Ländern dem Internationalen Auschwitz Komitee angeschlossen. Jede dieser Organisationen beschäftigt sich unter anderem mit der Wissensvermittlung an jüngere Generationen.


Niederländische Gruppe in Auschwitz, 1995

 

Diese Ausstellung wurde durch die Unterstützung folgender Sponsoren ermöglicht:

The Association of Dutch Insurers
Siemens NV Nederland
LOT Polish Airlines

SFMO, Stichting Fondsenwerving Militaire Oorlogs- en Dienstslachtoffers
The Dutch Auschwitz Committee Foundation
Etty Hillesum Foundation
Das Internationale Auschwitz Komitee



Polnisch-Deutsche Gruppe in Birkenau, 1997


Impressum
Konzept Carry van Lakerveld, Amsterdam
Christoph Heubner, Berlin
Konstruktions-Design Antoon Versteegde, Uden
Graphischen-Design ArtWorksAndMore.com
Fotografie Pieter Boersma, Amsterdam
Carla van Thijn, Amsterdam
Englische Übersetzung Richard Blake, Amsterdam
Deutsche Übersetzung Ursula Haberl
Koordination Carry van Lakerveld, Amsterdam
Produktion Nederlands Auschwitz Comité, Amsterdam
Fondation Auschwitz, Brüssel
Comité Auschwitz Luxemburg
Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oswiecim
Internationale Jugendbegegnungsstätte, Oswiecim
Amicale d'Auschwitz, Paris
Lagergemeinschaft Auschwitz, Wien
Gaston Anen, Soleuvre
Françoise Bottois, Rouen
Maria Diduch, Huisen
Christoph Heubner, Berlin
Susanne Kowarc, Wien
Carry van Lakerveld, Amsterdam
Mady Moyse-Jacob, Luxemburg
Krystyna Oleksy, Oswiecim
George Rollinger, Luxemburg
Leszek Szuster, Oswiecim
Irena Szymanska, Oswiecim
Yannis Thanassekos, Brüssel


Teilnehmer
Belgium Mikaël Dreesen, Véronique Lebacq,
Claude Remacle, Gill Venturelli
Deutschland Oliver Geremia Cioffo, Manuela Greifzu,
Halise Özbey, Monika Schween
Frankreich Esther-Guylaine Abdelaziz, Mathieu 'DFOR' Deodat,
Christophe Marcheteau
Luxemburg Nicolas Anen, Frenz Biver, Melanie Noesen
Niederlande Judith Becker, Daniel Blocq, Marieke Brouwer,
Gerry Faber, Nienke Ledegang, Anke Oude Brunink
Österreich Claudia Irrmann, Albert Kropf, Astrid Kunze,
Sonja Mittermayr, Herta Neiss, Andreas Neiss
Polen Tomek Laweczka, Sabina Stec, Wojtek
Stupnicki, Pawel Wawrzuta, Elzbieta Wezner

 


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